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Das ERP-System als Erlebniswelt? Von der Usability zur User Experience
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Das ERP-System als Erlebniswelt? Von der Usability zur User Experience

Mit der digitalen Durchdringung aller Lebensbereiche verändert sich auch die Erwartungshaltung an Software im beruflichen Kontext. Neben der guten Bedienbarkeit – Usability – wird nun auch das Anwendererlebnis – die User Experience – diskutiert. Eröffnet sie auch neue Chancen für die ERP-Welt?

In den vergangenen Jahren hat sich viel getan in Sachen ERP-Usability: Die Anwenderfreundlichkeit der für viele Unternehmen zentralen IT-Lösung wurde erheblich verbessert. Gemeint ist die intuitive Bedienbarkeit des funktional immer komplexeren Softwaresystems. Eng damit verknüpft ist eine leichtere Erlernbarkeit, die wiederum Einarbeitungszeiten neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verkürzt. All diese Aspekte zielen auf effizientere, beschleunigte Prozesse ab, die sich nicht zuletzt positiv auf die Zufriedenheit der Anwender auswirken. Doch wie passt die Idee der User Experience (UX) – das Anwendererlebnis – in die ERP-Welt? Welche Chancen können sich daraus ergeben und wo liegen ihre Grenzen?

Die Big Five der ERP-Usability: Mit diesen fünf Bausteinen lässt sich ein ERP-System effizient bedienen

Datenrückgrat, Informationsdrehscheibe, Integrations-Hub – ERP-Systeme sind in vielen Unternehmen Dreh- und Angelpunkt der Informationstechnologie. Dafür setzen sie auf eine ungeheure Funktionstiefe und -breite, wodurch die Lösungen nicht immer leicht zu bedienen sind. Doch mit der Usability steht und fällt nicht nur die Zufriedenheit der Anwender. Als wesentlicher Bestandteil der Gebrauchstauglichkeit ist sie auch unmittelbar mit der Datenqualität, Bearbeitungsgeschwindigkeit und Produktivität verknüpft. Fünf Bausteine tragen dafür Sorge, dass sich ein ERP-System effizient bedienen lässt – unabhängig von seinem funktionalen Umfang.

 

Neue Erwartungshaltung der Anwender an Business-IT-Lösungen

Fakt ist: Die Digitalisierung einerseits und der große Wettbewerb der ERP-Lösungsanbieter andererseits haben für einen erheblichen Innovationsdruck aufseiten der ERP-Hersteller gesorgt. Vieles, was in den 90er und 2000er Jahren noch als Alleinstellungsmerkmal galt, ist heute längst Standard und wird selbst durch die kleinsten Anbieter offeriert. Zudem sind durch die Verlagerung großer Teile der IT-Welt in Richtung Infrastructure-as-a-Service (IaaS), Product-as-a-Service (PaaS) und Software-as-a-Service (SaaS) viele Lösungen deutlich einfacher und Anwender gleichzeitig anspruchsvoller geworden: Ein Unternehmen will seine Mitarbeiter heute nicht mehr in wochenlangen Kursen auf Lochkarten-basierte Datenverarbeitung schulen müssen. Sie sollen schnellstmöglich produktiver Teil des Teams werden. Gleichzeitig erwarten Mitarbeiter von Business-IT-Lösungen moderne und selbsterklärende Bedienkonzepte, die sie effizient bei der Erledigung ihrer Aufgaben unterstützen.

ERP- und MES-Trend Usability: Den Anwender in den Mittelpunkt stellen

Seit agiles Arbeiten sich im Kontext der Digitalisierung ins Bewusstsein von produzierenden Betrieben bewegt hat, drehen sich viele Diskussionen um die Bedeutung von Benutzeroberflächen.

Mobiles ERP mit Industrial Apps – den Überblick in der Produktion behalten © PSI Automotive & Industry GmbH
Mobiles ERP mit Industrial Apps – den Überblick in der Produktion behalten © PSI Automotive & Industry GmbH

IT befriedigt individuelle Bedürfnisse

Tatsächlich hat sich die Lochkartenmaschine längst um X Dimensionen verbessert und vor allem verkleinert. Dem Anwender von morgen – dem Digital Native – wird sie wohl dennoch nicht gerecht. Er nutzt IT intuitiv und vor allem, um individuelle Bedürfnisse zu befriedigen. Hier liegt der Unterschied zur reinen Usability und der Ansatzpunkt für UX – auch im Business-Umfeld. Wie können es ERP-Hersteller also schaffen, dass z. B. ein Lagerist oder ein Einkäufer bei der Bedienung des Systems Spaß empfindet? Keine Frage: Das Potenzial für eine frohlockende Nutzung ist begrenzt. Ein negatives Nutzererlebnis zu vermeiden, muss aber das Minimalziel für jede Anwendung sein. Die Basis dafür schafft die Usability. PSIpenta-User loben z. B., dass sie Nutzermasken ohne IT-Vorkenntnisse definieren können oder sich wiederkehrende Tätigkeiten im Arbeitsalltag über Workflows unkompliziert teil- oder vollautomatisieren lassen. Spätestens die Möglichkeit der individuellen Farbwahl bei der Gestaltung der Oberflächen überschreitet die Grenze der Usability hin zum Anwendererlebnis, das Spaß macht.

Ähnliches gilt für PSI Industrial Apps: Sie geben eine vereinfachte Sicht auf die erforderlichen Masken auf mobilen Endgeräten, wodurch Mitarbeiter ort- und zeitunabhängig auf Daten aus PSIpenta zugreifen und Informationen eingeben können.

Industrial Apps

Das ERP für die Jackentasche: Arbeiten Sie ortsunabhängig und mobil mit dem ERP. Mit Industrial Apps stehen den Nutzern auf ihre speziellen Anforderungen anpassbare Anwendungen mobil zur Verfügung.

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Komfortabel und effizienzsteigernd: Mit PSI Click Design können Sie die Benutzeroberflächen von ERP und MES individuell Ihren Anforderungen und Bedürfnisse anpassen.

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Der Faktor Spaß schafft eine neue Dimension

Noch scheinen die Chancen eine Integration von amerikanischen Gamification-Konzepten am ERP-Arbeitsplatz unrealistisch. Aber wer hätte vor 15 Jahren gedacht, dass das ERP für die Jackentasche nicht mehr weit ist?

Fakt ist: Der Mensch wird in Zukunft mehr als bereits in der Gegenwart Software bedienen. Und schon heute wissen wir, dass Menschen effizienter und motivierter arbeiten, wenn sie zufrieden sind. Der Faktor Spaß kann folglich auch im ERP-Umfeld eine neue Dimension schaffen, deren Grenzen auszuloten sich allemal lohnt.

PSI Click-Design

Auf Knopfdruck Benutzeroberflächen und -profile anpassen

Sie möchten sich nicht mehr durch überfrachtete Ansichten Ihrer IT-Anwendungen klicken müssen, um zu den für Sie relevanten Masken zu gelangen? Mit den Konfigurationsmöglichkeiten von PSI-Click-Design, das auf das Java-basierte PSI-Framework aufsetzt, geht es auch anders.

Michael von Hören

Michael von Hören sammelte bei verschiedenen Unternehmen im Bereich von Unternehmenssoftware Erfahrung und ist seit 2016 bei PSI. Dank seines umfassenden Blicks auf IT berät der Experte heute Unternehmen kompetent dabei, welche ERP + MES Lösungen für sie in Betracht kommen.

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