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Durchgängigkeit über Werks- und Landesgrenzen hinaus
Alles rund um ERP
Erfolgsgeschichten

Durchgängigkeit über Werks- und Landesgrenzen hinaus

Bei der international tätigen Mahr-Unternehmensgruppe treffen vielfältige Fertigungsanforderungen auf komplexe Unternehmensstrukturen.

Das fordert auch die IT in besonderem Maße – allen voran das ERP-System. Beim Spezialisten für Fertigungsmesstechnik – und das ist Mahr schon seit 1861 – setzt man dafür erfolgreich auf das speziell auf die Branche zugeschnittene ERP-System PSIpenta und seine integrierte Mehrwerkesteuerung.

Automobil-, Maschinen- und Anlagenbau, Elektro- und Medizintechnik, Synthesefaser- und Kunststoff-Industrie – das sind nur einige der unzähligen Anwendungsbranchen, in denen die hochpräzisen Messlösungen, Kugelführungen oder Pumpen von Mahr zum Einsatz kommen. Und dies sehr erfolgreich, denn in der langen Firmengeschichte der Göttinger Mahr GmbH standen und stehen die Segel kontinuierlich auf Wachstumskurs. Inzwischen arbeiten für das mittelständische Familienunternehmen weltweit über 2.000 Mitarbeiter. Sie sind angestellt in Tochterunternehmen, Produktionswerken und Vertriebsniederlassungen, die z. T. in „Doppelfunktion“ oder auch nur in Form eines 2-Mann-Vertriebsbüros geführt werden.

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Hochpräzise Produktion von Messlösungen, Kugelführungen oder Pumpen ist das Geschäft von Mahr. © Mahr

Die wachsende Komplexität dieser Unternehmensstruktur fordert vor allem auch die zentrale EDV-Abteilung, die für eine unternehmensübergreifende Transparenz zuverlässige IT-Strukturen bereitstellen muss. Bereits seit 1992 setzt Mahr hierfür auf das ERP-System PSIpenta als zentrales Element.

Von der Kleinserie bis zur Auftragsfertigung

Das ERP-System unterstützt bei Mahr abteilungsübergreifend die gesamte Prozesskette eines Auftragsdurchlaufs – vom Vertrieb und Einkauf, über die Produktion bis hin zum Versand. Und zwar für die unterschiedlichsten Fertigungsarten. Während Messgeräte hauptsächlich in Serie gefertigt werden, produziert das Unternehmen Messmaschinen in Kleinserien und Individualfertigungen gemäß den Regeln der Auftragsfertigung. Die Liste der zur Abdeckung der verschiedenen Anforderungen erforderlichen und eingesetzten ERP-Funktionen ist folglich lang. „Eine besondere Rolle für die produzierenden Werke spielen aber beispielsweise die Adaptive-Module für die Lieferterminermittlung und Bestandsoptimierung“, so Thomas Sommer, Leiter Business Application Management bei Mahr. Für die werksübergreifende Terminierung plant Mahr bereits die Ergänzung durch das Module CTP – Capable-to-Promise. Anfragen an Werk 1 zu einer in Werk 2 nicht vorrätigen Handelsware können dann beispielsweise sofort mit einem zuverlässigen Liefertermin beantwortet werden. „Eine Besonderheit ist auch der Stücklisten-Designer, mit dem sich graphisch sehr flexibel und ganz einfach per Drag-and-Drop die Grunddatenstücklisten aus der Konstruktion fertigungsgerecht aufbereiten lassen“, ergänzt Thomas Sommer.

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Was kann Multisite?

Einen besonderen Stellenwert hat vor allem die integrierte Mehrwerkesteuerung Multisite, an die alle Mahr-Töchter und -Niederlassungen seit 2013 sukzessive angebunden werden. Heute arbeiten bereits 12 Werke von insgesamt elf Mahr-Unternehmen im Multisite-Betrieb. Das bedeutet, dass aktuell schon rund 1.000 Mahr-Mitarbeiter weltweit mit dem System arbeiten. 2024 werden es circa 1.500 sein.

Mit der Mehrwerkesteuerung lassen sich beliebig viele nationale und internationale Werke in einer Unternehmensstruktur verwalten und steuern sowie geografische Einkaufs- und Vertriebsaktivitäten bündeln. „Im Grunde geht alles, was man sich vorstellt: Kommerzielle Unabhängigkeit bei Zugriff auf denselben Datenpool, Dreiecksgeschäfte mit Kunden oder unternehmensweite Verfügbarkeitsprüfungen“, erklärt Thomas Sommer.

Multisite

Sie haben mehrere Werke mit komplexen Beziehungen untereinander? Mit der Mehrwerkesteuerung bilden Sie werksübergreifende Prozesse so ab, als würden Sie in einem Werk arbeiten.

Modul entdecken

„Neben dem zentralen Einkauf und Vertrieb war uns wichtig, dass auch ein produzierendes Werk direkt verkaufen kann, etwa wenn in Göttingen große Messmaschinen bestellt werden. Andererseits sollen Produkte, die in einem Land bestellt werden, auch über die entsprechende Tochter abgewickelt werden.“ Das Ergebnis? Unternehmensübergreifende Transparenz über den Auftragsstand. Einheitliche Datenbestände und
-prozesse. Deutlich beschleunigte Prozesse durch durchgängige Automatismen. Und zu guter Letzt trägt Multisite standardisierte Prozesse für die verschiedenen Bereiche in die „Mahr-Welt“ und sorgt dafür, dass Mitarbeiter unabhängig vom Standort und über nationale Landesgrenzen hinweg jederzeit in den jeweiligen Abteilungen arbeiten können.

Dank flexiblem ERP für die Zukunft gerüstet

Mit PSIpenta verfügt Mahr über ein hoch performantes, funktionell breit aufgestelltes ERP-System, über das sich durch seine Flexibilität und Offenheit weitere, begleitenden Softwareprogramme lückenlos einfügen lassen. So überwindet Mahr sowohl die klassischen Grenzen zwischen den logistischen IT-Systemen als auch nationale Grenzen mühelos und ist bestens aufgestellt, um die lange Firmengeschichte erfolgreich weiterzuschreiben.

Jens Reeder

Jens Reeder

Jens Reeder ist Experte für die Beratung rund um Prozessoptimierung. Mit Kunden in der deutschen Industrie hat er bereits in unzähligen Projekten Lösungen zur Digitalisierung gefunden und ERP + MES eingeführt. Im Blog berichtet er von seinen Erfahrungen.

Jens Reeder

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