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Wandlungsfähig in die Zukunft
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Wandlungsfähig in die Zukunft

Die Kundentagung der PSI Automotive & Industry stand dieses Jahr unter dem Motto „Wandlungsfähig in die Zukunft“. Dieses Motto griff auch der Vorstandsvorsitzende der PSI Software AG, Dr. Harald Schrimpf bereits in seinem Grußwort auf.

Er ordnete die Entwicklungen im Umfeld von ERP und MES vor dem Hintergrund des politischen und gesellschaftlichen Wandels hin zur Society 5.0 ein, in der Produktion dezentraler, schneller und ökologischer stattfinden wird. Die PSI reagiert auf diese Entwicklungen unter anderem mit einer umfassenden Cloud-Strategie, anpassbaren Benutzeroberflächen, Funktionalitäten für Business Process Management und einem Enterprise Service Bus (PSIbus) zur einfachen Integration von IT-Landschaften.

Die Geschäftsführer Dieter Deutz und Dr. Herbert Hadler beleuchteten daraufhin die aktuellen Herausforderungen des fertigenden Mittelstandes. Dabei schlugen sie den Bogen vom Neudenken von Geschäftsmodellen aus der digitalen Perspektive über die zweite Welle der Digitalisierung bis hin zum intelligenten ERP und MES im Sinne der smarten Fabrik der Zukunft. Deutlich wurde, dass diese Zukunft für PSI-Kunden bereits heute erlebbar ist. Existierende Entwicklungsanstrengungen in den Bereichen agile, Prozess- orientierte Produkte, smarte Planungsfunktionalitäten und Künstliche Intelligenz (KI) zahlen sich aus. Unternehmen können ihre Geschäftsprozesse, etwa in Produktionsplanung, Predictive Maintenance oder Qualitätssicherung, verbessern. PSI-Lösungen sind die zentrale Plattform für die wertschöpfenden Prozesse.

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Die PSI verschmilzt ihr Know-how aus der Produktion nun noch viel stärker mit der Kompetenz im Bereich KI. Für produzierende Unternehmen ergeben sich aus einer solchen „industriellen Intelligenz“ viele Vorteile. Voraussetzung dafür sind allerdings Daten als „Treibstoff“ KI-optimierter Abläufe. Im Gegensatz zu den Riesen der Datenökonomie fertigen produzierende Unternehmen jedoch oft in geringer Stückzahl und verfügen daher nur über eine begrenzte Menge an Daten. Die Lösung: Ein kognitives Produktionssystem kombiniert in Zukunft die „klassische“ smarte Fabrik mit Methoden der KI (wie dem digitalen Zwilling) und erlaubt damit Zusammenhänge direkt aus den ERP- und MES-Daten abzuleiten und die Planung umfassend zu optimieren.

Reaktive, smarte und hoch integrierte Planungslösungen sind auf Grund sich immer schneller ändernder Marktanforderungen nötig. Die PSI setzt daher für ihre Lösungen auf die Berücksichtigung der Anforderungen unterschiedlichster Geschäftsmodelle (Projekt- bis Serienfertiger), das ERP als direkten digitalen Zwilling, automatisierte Validierung von Daten sowie Planungsmodellen, automatisierte Adaptierung planungsrelevanter Grunddaten und die Integration von PLM. Den Teilnehmern gaben die Geschäftsführer einen Rat mit auf den Weg: Statt aufwendige, große Digitalisierungsprojekte sollten Unternehmen machbare, kleine Projekte identifizieren und agil umsetzen.

In der hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion tauschten Achim Stapf (Gemü), Stephan Klein (TROVARIT), Michael Grimme (Lödige) und Dieter Deutz (PSI) sich über das ERP-System der Zukunft aus. Die Tagungsteilnehmer konnten per App Fragen stellen und machten davon regen Gebrauch. In der Diskussion zeichnete sich ein vielfältiges Meinungsbild ab, doch es gab auch viel Konsens. Einig war man sich etwa darin, dass echte KI schon in wenigen Jahren Alltag in der Arbeit mit dem ERP sein wird. Produktionsstätten würden in Zukunft kleiner, dafür aber vernetzter werden und näher an die Konsumenten in den Megametropolen rücken. An die Stelle monolithischer Spezialsysteme wie ERP, CRM und Co werden in Zukunft modulare Lösungen mit hoch agiler Anpassung der Geschäftslogik treten, die aber aus einer Maske heraus steuerbar sein werden. Einfachere Suchmöglichkeiten in der Software im Speziellen und bessere Usability im Allgemeinen seien wünschenswert und würden wichtiger.

In der begleitenden Partner-Ausstellung konnten sich die Teilnehmer umfassend informieren.

Ebenfalls auf großes Interesse stießen erneut die zahlreichen Workshops, in denen Praxiserfahrungen mit PSIpenta vorgestellt werden. Im Workshop der Neuenhauser Maschinenbau ging es etwa um die getaktete Linienfertigung und wie dort im Just-in-Sequence- und Just-in-Time-Verfahren die technischen Produktionsabläufe und die logistische Wertschöpfungskette für Serien- und Variantenfertiger optimiert werden. Automatisierte Produktion mit Hilfe der gesamten PSI-Produktsuite ERP und MES war dagegen das Thema bei Perusch Paletten. Die erfolgreiche Einführung von PSIpenta V9 war dort der erste Schritt in die Digitalisierung. 2019 wurde die PSIpenta MES-Suite eingeführt, um die komplett neuen Produktionsanlagen vollautomatisiert zu steuern. Goldschmitt techmobil berichtete dagegen von den Erfahrungen mit der Migration von vier Werken auf PSIpenta V9, während KAMPF über die Chancen getakteter Montagesteuerung im Sondermaschinenbau sprach. Mahr rundete die große thematische Auswahl mit einem Blick aus der Praxis auf die Herausforderungen und Potenziale einer PSIwms- Implementierung ab.

Weitere Workshops von PSI-Töchtern zeigten das breite Angebot des PSI-Konzerns. Die steckerkompatiblen Lösungen für ERP, MES, WMS und KI-Optimierung ermöglichen in Kombination die vollumfängliche Digitalisierung von produzierenden Unternehmen. Die IPA-Jahrestagung 2019 war dank des offenen Austauschs ein Erfolg. Schon jetzt kann man sich auf nächstes Jahr freuen: Die IPA 2020 findet am 12. und 13. November in Mainz statt.

Felix Saran

Felix Saran

Content Marketing Manager

Wie wenden Unternehmen Software erfolgreich an? Welche Trends werden in der Branche diskutiert und welche Vorteile können Betriebe daraus ziehen? Der Redakteur schreibt bevorzugt Berichte über die Praxis von ERP + MES.

Felix Saran

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