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Sondermaschinenbauer HOLZ automation setzt für Wachstum auf modernes ERP-System
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Sondermaschinenbauer HOLZ automation setzt für Wachstum auf modernes ERP-System

Ob Bewegen, Fügen, Montieren, Pressen, Schrauben oder Prüfen – ob Lineartakt oder Rundtakt: Seit vielen Jahren erfüllt der familiengeführte Sondermaschinenbaubetrieb aus dem schwäbischen Backnang HOLZ automation Kundenwünsche aus den unterschiedlichsten Branchen und entwickelt heute Anlagen fast jeder Größenordnung.

Ohne die Einführung eines modernen ERP-Systems, welches die Komplexen Abläufe der Projektabwicklung durchgängig abbildet, wäre dies nicht möglich gewesen.

Wunsch und Wirklichkeit

Seit seiner Gründung durch Manfred Holz 1970 wuchs das Unternehmen kontinuierlich und nahm mit dem 2000 vollzogenen Zusammenschluss mit dem Konstruktionsbüro seines Sohnes Jürgen Holz weiter Fahrt auf. So entstand 2013 auch der Wunsch Projekte weitaus größerer Dimension anzunehmen – der Startschuss zur Erfüllung eines Traums. Nicht nur eine Erweiterung der Fläche durch einen Gebäudeneubau sowie Neueinstellungen zählten dabei zu den notwendigen Vorbereitungen. Insbesondere auch die Überprüfung und Optimierung der innerbetrieblichen Abläufe inklusive der eingesetzten IT-Lösungen war notwendig um die Voraussetzungen zur Umsetzung dieses Projekts zu schaffen. Denn während das Unternehmen technisch längst in der Lage war auch komplexe Projekte realisieren zu können, fehlte es aus logistischer Sicht an einer durchgängigen, digitalen Unterstützung.

PSIpenta in der Fertigung © HOLZ automation
PSIpenta in der Fertigung © HOLZ automation

Hierfür stand dem Unternehmen lediglich ein in die Jahre gekommenes Warenwirtschaftssystem zur Verfügung. „Uns war ziemlich schnell klar, dass wir ein neues ERP-System benötigen, welches die notwendigen  Prozesse inklusive der terminlichen Planungen durchgängig abbildet“, erinnert sich Andreas Holz, der sich als Prokurist auch um die Themen Einkauf, Qualitätsmanagement und ERP kümmert. „Die Umsetzung von  großen Projekten wäre insbesondere auch nach unserem Grundsatz Maschinen von hoher Qualität termintreu zu entwickeln und zu bauen nicht möglich gewesen.“ Ziel war es, die administrativen Prozesse zu reduzieren,  beziehungsweise durch die Digitalisierung zu beschleunigen und sämtliche Abläufe – angefangen von der Auftragsannahme und Kalkulation über eine vollintegrierte Disposition, Betriebsdatenerfassung und  Personenzutrittskontrolle bis hin zum Mahnwesen lückenlos zu unterstützen.

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Am Ende eines sorgsamen Auswahlprozesses fiel die Entscheidung zugunsten des ERP-Systems PSIpenta des Berliner Softwarespezialisten PSI Automotive & Industry. Andres Holz erinnert sich: „Die Lösung produktiv im Einsatz zu sehen bei Unternehmen mit vergleichbaren Prozessen, überzeugte uns und schuf das notwendige Vertrauen.“ Dabei waren auch die Größe des Anbieters und die damit verbundene Investitionssicherheit zentrale Aspekte bei der Suche nach dem richtigen IT-Partner. Nicht zuletzt gefiel hier auch der mögliche Anschluss an die organisierte Anwender-Gemeinschaft, die sich etwa über ein moderiertes Web-Portal austauscht oder in regelmäßigen Arbeitskreisen trifft.

Eine Chance für die Datenqualität

Insbesondere aufgrund der hohen Auslastung der Mitarbeiter verlief die Inbetriebnahme des ERP-Systems zunächst schleppend. Umso schneller nahm das Projekt dann mit der Einstellung einer Projektleiterin, die bereits auf weitreichende Erfahrungen mit PSIpenta zurückgreifen konnte, Fahrt auf. Nur drei Monate später wurde das System erfolgreich live geschaltet. Als Basis hierfür wurden die zugrundeliegenden Prozesse definiert und dokumentiert und umfangreiche Schulungsunterlagen erstellt. Dabei nutzte das Unternehmen die Einführung der Lösung nicht nur für eine Optimierung der Arbeitsabläufe, sondern auch zur Verbesserung der Datenqualität. Denn erst durch sie lässt sich das Potenzial eines vollintegrierten ERP-Systems vollständig ausschöpfen. Folglich legten die Mitarbeiter sowohl alle Artikeldaten als auch Preisinformationen neu an.

Branchentauglichkeit ist das „A“ und „O“

Die Abläufe im ERP-Systeme spiegeln heute die typischen Prozesse eines Sondermaschinenbauers wieder. So beginnt bei HOLZ mit der Auftragserteilung zunächst das Anlegen der kaufmännischen Daten im System. Im Anschluss übernimmt die Technologieabteilung, die in Backnang aus Konstruktion, Elektroplanung und der Softwareabteilung besteht. Sie entwirft die Bauelemente und erstellt die E-Pläne sowie die notwendige Software. Über eine Schnittstelle zum mechanischen CAD-System werden fertige Stücklisten sofort ins ERP-System eingelastet. Als Basis aller dispositiven Prozesse entsteht und wächst dort folglich die Fertigungsauftragsstruktur. Schon in einem sehr frühen Projektstadium entwirft die Projektleitung einen Grobplan, die sogenannte Meilensteinplanung. Diese wird durch aktuelle Entwicklungsarbeiten beziehungsweise fertiggestellte Stücklistendaten ständig aktualisiert und auf eine immer feinere Planungsebene gehoben.

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Die frühe Dokumentation sowie die ständige Aktualisierung der Fertigungsdaten durch den Austausch mit der Technologieabteilung sorgen für eine maximale Transparenz über den Projektfortschritt sowie über die Kosten. Dadurch ist sichergestellt, dass die Projektleitung jederzeit in die Abläufe eingreifen und wenn nötig umplanen kann. Auf diese Weise ist das Unternehmen in der Lage, extrem schnell auf Änderungen zu reagieren, was sich positiv auf die Durchlaufzeiten und Lieferzeittreue auswirkt.

Nach Anlage der Fertigungsstruktur, beginnt die Terminierung – ein wesentlicher Punkt für HOLZ automation. Denn gerade die hiermit verbundenen, dispositiven Zusammenhänge sind im Kontext komplexer Aufträge mit vier- oder fünfstelligen Stücklistenpositionen nur IT-gestützt schnell und präzise abbildbar. Das System berücksichtigt die Zeitpunkte, zu denen bestimmte Teile benötigt werden und gleicht die Bedarfe mit den Lagerbeständen ab. Sind diese nicht vorrätig, werden entsprechende Beschaffungsmaßnahmen oder Fertigungsprozesse für im eigenen Haus gefertigte Teile angestoßen.

Stücklistenpositionen ohne Ende

Der Traum von der Realisierung von Großprojekten ist Wirklichkeit geworden – das verrät allein ein Blick in die 2000 Quadratmeter umfassende, neue Fertigungshalle. 60 Angestellte entwickeln, projektieren und bauen hier heute Sondermaschinen jeder Größenordnung und erwirtschaften einen Jahresumsatz von ca. 15 Millionen Euro.

Dabei verrät der Vergleich der nackten Zahlen, was für ein enormer Schritt HOLZ automation gelungen ist. Nahm das Unternehmen in der Vergangenheit Aufträge mit einem Volumen von ca. 500.000 Euro an, reicht das Volumen heute bis zu 7 Millionen Euro. Oder anders ausgedrückt: Umfassten die Stücklisten früher 2000 Positionen oder 50 Baugruppen, sind es aktuell beispielsweise 8000 Positionen oder 300 Baugruppen – ohne, dass hiermit bereits das Limit des Machbaren erreicht ist. Dabei ist sich Andreas Holz sicher: „Ohne PSIpenta hätten wir solche komplexen Projekte nicht umsetzen können.“ Die Durchgängigkeit des Systems führt zu einer hohen Transparenz, welche gleichzeitig Grundlage ist für die Beibehaltung der hohen Qualität der Projekte und entstehenden Maschinen. Die erreichte, hohe Lieferzeittreue ist vor allem auch ein zentrales Kriterium für die Zufriedenheit der Kunden. Die Geschäftsführung und Projektleitung sieht sich vor diesem Hintergrund gut gewappnet für die nächsten Jahre und plant mittelfristig die Einführung und Anbindung eines PDM-Systems.

Modernes ERP-System mit Branchenfokus

Vom Wachstum träumt so mancher Unternehmer. Doch nicht immer geht dieser Traum in Erfüllung. Die Voraussetzungen hierfür müssen wohl bedacht sein und weit im Voraus geschaffen werden. Dazu zählen vor allem auch die unterstützenden IT-Systeme – erst recht, wenn es sich um so komplexe Abläufe wie im Sondermaschinenbau handelt. Den Verantwortlichen von HOLZ automation ist dieser Wachstumsschritt geglückt. Auch dank eines modernen, branchentauglichen ERP-Systems setzt das Familienunternehmen heute erfolgreich Projekte verschiedenster Dimensionen um.

Felix Saran

Felix Saran

Content Marketing Manager

Wie wenden Unternehmen Software erfolgreich an? Welche Trends werden in der Branche diskutiert und welche Vorteile können Betriebe daraus ziehen? Der Redakteur schreibt bevorzugt Berichte über die Praxis von ERP + MES.

Felix Saran

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