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Einfach. Mobil. Produktiv.
Alles rund um ERP
Erfolgsgeschichten

Einfach. Mobil. Produktiv.

Das fränkische Maschinenbauunternehmen FMB nutzt sein ERP-System konsequent, um Betriebsabläufe zu vereinfachen – und unternimmt damit erste Schritte in Richtung Industrie 4.0.

Wenn Treppenstufen beim Maschinenbauer FMB sprechen könnten, würden sie sich bei der hauseigenen IT und deren ERP-System bedanken. Denn im fränkischen Faulbach war die Endmontage der Maschinen bislang nicht nur mit Know-how und Präzision, sondern auch mit vielen Schritten verbunden. Die Steuerungssoftware aufspielen bedeutete für den Mitarbeiter, aus der Montagehalle ins Büro im ersten Stock zu laufen, einen USB-Stick mit den maschinenspezifischen Daten zu holen, die Daten an der Maschine einzuspeisen und den Stick anschließend wieder ins Büro zu bringen, damit keine Verwechslungen entstehen können. Ein sicherer, bewährter Prozess, der aber auf die Schuhsohlen ging und – viel wichtiger – unnötigen Aufwand erzeugte. Effizienz sieht angesichts von rund 1200 individuellen Kundenaufträgen pro Jahr anders aus. Und mit der letzten Erweiterung des ERP-Systems PSIpenta ist genau diese Effizienz in den Prozess eingekehrt. Statt der Treppen nutzen die Mitarbeiter in der Montage jetzt Tablets, mit denen sich nicht nur die richtige Software einspielen lässt, sondern die gesamte Montage dokumentieren und kontrollieren.

Eine hohe Eigenfertigungstiefe garantiert FMB die notwendige Flexibilität und Kostenkontrolle bei der Auftragsabwicklung.
Eine hohe Eigenfertigungstiefe garantiert FMB die notwendige Flexibilität und Kostenkontrolle bei der Auftragsabwicklung. / © FMB

ERP im Allgemeinen und PSIpenta im Besonderen ist für FMB kein Neuland. Im Gegenteil: Der etablierte mittelständische Betrieb, heute ein weltweit führender Spezialist für Be- und Entladegeräte für Werkzeugmaschinen, hat das System bereits 1999 eingeführt. In IT-Maßstäben gemessen ist das ein ganzes Zeitalter. „Wir haben uns aber über all die Jahre in unserer damaligen Entscheidung bestätigt gesehen und sehen bis heute keinen Grund, über grundlegende Veränderungen nachzudenken“, sagt Tino Penning, IT-Administrator bei FMB. Mehr noch:

Das System ist in dieser Zeit ständig mitgewachsen, wir haben es zusammen mit PSI Automotive & Industry aktuell gehalten und immer wieder neue Funktionalitäten hinzugefügt. An nennenswerte Grenzen sind wir dabei nicht gestoßen.

Tino Penning, IT-Administrator FMB

Dass sich der Maschinenbauer überhaupt auf ein ERP- und insbesondere Manufacturing-Execution-(MES)-System verlässt, ist kein Wunder. Erstens trägt das Unternehmen mit seinen Produkten maßgeblich zu weitgehenden Automatisierung im Produktionsprozess seiner Kunden bei – da liegt es auf der Hand, seine eigenen Prozesse möglichst stark zu standardisieren. Und zweitens handelt es sich bei den Beladegeräten um komplexe und hoch individualisierte Produkte, die beispielsweise bis zu 50 Stücklisten pro Auftrag erforderlich machen. Um dabei die Fehlerrate niedrig und die Produktivität hochzuhalten, ist eine MES-Unterstützung unumgänglich. „ERP-Systeme werden in viele Firmen noch als reines Verwaltungsprogramm für die Auftragsbearbeitung gesehen – und so haben wir ja auch angefangen. Heute ist es aber viel mehr: Es ist das Herzstück unserer Fertigungsabwicklung“, erklärt Penning.

Besonders anschaulich wird das am Monitor: Bei FMB wird die Produktionsauslastung laufend überwacht und grafisch dargestellt. PSIpenta liefert dafür im 10-Minuten-Takt die Daten zur Produktionsauslastung – unter anderem die Vorgangs-, Artikel- und Rückmeldenummer sowie den Versandtermin und per Ampelsystem den aktuellen Produktionsfortschritt der mechanisch und elektrischen Montage. Dieser Status wird als HTML-Seite auf einem Großbildschirm in der Elektromontage dargestellt. So sehen die Mitarbeiter auf Anhieb, welche Maschine mechanisch fertig ist und wo als Nächstes ein Schaltschrank benötigt wird. Auch wird sofort ersichtlich, welche Maschine wann von der Spedition abgeholt wird.

© FMB / Ein Monitor zeigt die aktuelle Produktionsauslastung an und hilft dem Montageteam die Prioritäten bei der Abarbeitung des täglichen Auftragspensums richtig zu setzen.
Ein Monitor zeigt die aktuelle Produktionsauslastung an und hilft dem Montageteam die Prioritäten bei der Abarbeitung des täglichen Auftragspensums richtig zu setzen.

Im Wortsinne greifbar werden die Erweiterungen zu einem ERP-System alter Schule bei den Neuzugängen Barcode-Scanner und Tablet. Der Scanner kommt in der Lagerverwaltung zum Einsatz und hat dort erheblich dazu beigetragen, die Prozesse zu vereinfachen und die Fehlbestände zu minimieren. Die Datenübertragung erfolgt in Echtzeit zu PSIpenta, entsprechend sind von Einkauf bis Montage und Controlling ständig alle Abteilungen auf dem neuesten Stand, was Rohmaterialien, eigenproduzierte und zugekaufte Teile angeht.

Mobilität in der Montage

Mehr und mehr zur Schaltzentrale für den Mitarbeiter in der Montage wird der Tablet-PC. Mit ihm kann er die gesamte Fertigung eines Ladeautomaten von FMB begleiten und steuern. Auf dem Tablet ist ein Client von PSIpenta installiert, der einen direkten Zugang zu den Daten im ERP- und MES-System erlaubt, ebenfalls in Echtzeit. Lagerbestände und Baugruppen-Stücklisten gehören dabei zum Basisrepertoire und noch zu den „leichten Übungen“. Inzwischen sind aber auch spezielle Arbeitsgänge implementiert: „Über eine speziell programmierte Funktion können die Kollegen in der Vormontage zum Beispiel die Daten für das Typenschild einer Maschine am PC direkt aus dem System abrufen und in die Graviermaschine schicken. Das mühsame und fehleranfällige manuelle Abtippen von Nummern ist damit vorbei“, schildert Penning den Fortschritt. In Zukunft werden die Tablets auch noch Scanner-Module erhalten, um etwa Auftragsdaten einzuscannen. Das senkt den Aufwand für den Mitarbeiter weiter. Das alles hat von der Implementierung über die Einführung bis jetzt zum laufenden Betrieb einwandfrei funktioniert. Kein Wunder also, dass Penning aus dem Betrieb nur Positives hört:

Die Kollegen sind von der Lösung begeistert.

Tino Penning, IT-Administrator FMB
Die mobile Nutzung von PSIpenta auf Tablet-PCs hilft der Montage, schnell und effizient die notwendigen Informationen zu bekommen.
Die mobile Nutzung von PSIpenta auf Tablet-PCs hilft der Montage, schnell und effizient die notwendigen Informationen zu bekommen.

Wenn es dann doch einmal Fragen oder Schwierigkeiten gibt, nutzt der Administrator das Support-Portal von PSI Automotive & Industry. „Ich bekomme eigentlich immer innerhalb von kurzer Zeit sinnvolle Lösungsvorschläge. Die Zusammenarbeit mit dem Support von PSI Automotive &Industry klappt sehr gut, genau wie mit den Projektteams, wenn es um neue Wünsche unsererseits geht.“

Volle EDI-Integration von Partnern und Lieferanten

Bereits Realität ist die Anbindung des ERP-Systems von PSI Automotive & Industry an ein EDI-Netzwerk mit Partnern und Lieferanten. FMB nutzt dazu myOpenFactory. Mittels dieser Plattform können Aufträge voll digital abgewickelt werden, ohne dass ein Blatt Papier durch Fax oder Briefkasten wandert oder manuell E-Mails geschrieben werden müssen. Insbesondere für den Einkauf ergibt sich dadurch eine erheblich gesteigerte Produktivität.

Aufseiten FMB und PSI Automotive & Industry gestaltete sich der Übergang zu myOpenFactory problemlos, das Softwaremodul bietet alle notwendigen Funktionalitäten und musste nicht weiter angepasst werden. Lediglich auf der Seite der Partner gibt es gelegentlich Defizite, und es ist noch Überzeugungsarbeit zu leisten. Für Tino Penning steht die EDI-Anbindung auch als eine Art erster Schritt hin zur Smart Factory und damit zu Industrie 4.0.

Allein die stark gestiegene Benutzerzahl von PSIpenta zeigt: FMB fährt mit dem System gut und richtig. Dem stimmt auch Penning zu: „Ich bin zufrieden mit dem System. Es lässt sich sehr leicht verwalten, ist leicht erweiterbar, leistungsfähig, und der Support stimmt.“

Felix Saran

Felix Saran

Content Marketing Manager

Wie wenden Unternehmen Software erfolgreich an? Welche Trends werden in der Branche diskutiert und welche Vorteile können Betriebe daraus ziehen? Der Redakteur schreibt bevorzugt Berichte über die Praxis von ERP + MES.

Felix Saran

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