ERP-Glossar
Absatzplan
Der Absatzplan stellt das Absatzpotential dar, d.h. er drückt aus, wie viel von dem jeweiligen Erzeugnis bzw. der jeweiligen Produktgruppe verkauft werden kann. Der Absatzplan ist Ausgangspunkt für die Produktionsplanung.
Add-on
Nach dem Client/Server-Prinzip an ein vorhandenes PPS-System angebundenes Programm, das zur Optimierung schwacher bzw. fehlender PPS-Funktionen eingesetzt wird.
API
Application Programming Interface: Schnittstelle, über die Software des Anwenders und von Drittanbietern an kommerziellen Programme angekoppelt werden kann.
Arbeitsplan
Informationsträger der Arbeitsplanung. Mit dieser Hilfe schreibt der Arbeitsplaner dem Betrieb vor, wie im Einzelnen die Fertigung der Erzeugnisse, Teilerzeugnisse und Einzelteile vorzunehmen ist. Beschreibung der Ablaufabschnittsfolge und der Arbeitssysteme, die für eine schrittweise Aufgabendurchführung erforderlich sind.
Back-Office
Das Back-Office dient der unternehmensinternen Verarbeitung aller Prozesse, wie z.B. die Weiterbearbeitung von Bestellungen oder Reklamationen.
Das Back Office dient als Schnittstelle zu Front-Office-Systemen.
BDE
Betriebsdatenerfassung: System, das Personal-, Zeiterfassungs- und Maschinendaten registriert und verwaltet.
Bruttobedarfsrechnung
Die Bruttobedarfsrechnung ist die Umsetzung des Fertigungsprogramms in Bestell- und Fertigungsaufträgen für Rohmaterial, Teile und Baugruppen ohne Berücksichtigung der Bestände.
C++
Objektorientierte Weiterentwicklung der Programmiersprache C
CAD
Computer Aided Design: Computergestützte Konstruktionslösungen, eine Software, die von Ingenieuren, Konstrukteuren, Technischen Zeichnern oder Architekten eingesetzt wird, um technische Zeichnungen und Konstruktionen zu erzeugen. Mit 3D-CAD-Programmen lassen sich Modelle erzeugen, die einen räumlichen, dreidimensionalen Eindruck des Objektes vermitteln. Hier unterscheidet man zwischen Drahtmodell-Systemen, flächenorientierten und volumenorientierten Systemen.
Client
Ein Computer (Arbeitsplatz), der auf Netzwerk-Ressourcen, die auf einem Server gespeichert sind, zurückgreift.
Client-Server-Modell
Die Grundidee des Client-Server-Ansatzes, der Mitte der 70er Jahre im PARC-Labor von Xerox entwickelt wurde, besteht darin, Computerleistungen unter verschiedenen Benutzern aufzuteilen, wobei man einen Schritt weiter als beim Time-Sharing geht. Ausgehend von einem Arbeitsplatzrechner kann der Benutzer auf spezialisierte, über ein Netzwerk verteilte Dienste zugreifen. Hierbei ermittelt der Client Anforderungen an den Server.
CNC
CNC (computerized numerical control): Numerische Maschinensteuerung auf Basis eines Computers, (früher) im Gegensatz zu NCMaschinen, die auf Basis von Lochstreifen arbeiteten.
CTP
Capable-to-Promise: Lieferterminermittlung
Customizing
Anpassung einer Standard-ERP-Lösung an die Bedürfnisse des Kunden.
Datenbankserver
Computersystem, das in einem nach dem Client-Server-Modell organisierten Netzwerk die Rolle des Servers übernimmt. Da die Verknüpfung von Computern und lokalen Netzwerken zu größeren Verbänden immer mehr an Bedeutung gewinnt, arbeitet jede neuzeitliche Multiuser-Datenbank mit einem Datenbankserver. Eines der wichtigsten Probleme besteht in diesem Zusammenhang darin, mehrere Datenbank-Server im Netz agieren zu lassen, ohne dass sich diese in die Quere kommen.
Digitales Vertragsmanagement
Digitales Vertragsmanagement umfasst das Management von Verrägen aller Art: Vertragserstellung/Genehmigung, Vertragsverwaltung, Fristenkontrolle sowie Liquiditätsplanung.
Disposition
Disposition ist eine Tätigkeit um Art, Menge und Zeitpunkt eines bestimmten Bedarfs festzustellen und in Bestell- beziehungsweise Liefermengen in Bestell- oder Liefertermine umzuplanen.
DMS
Dokumenten-Management-Systeme dienen der datenbankgestützten Verwaltung elektronischer Dokumente.
Durchlaufzeit
Durchlauf von Arbeitsgegenständen durch die einzelnen Arbeitsplätze. Die Durchlaufzeit ergibt sich aus der Differenz von Fertigungstermin und Anlieferungstermin.
Zeitspanne, die ein bestimmtes Arbeitsobjekt, beginnend mit dem Zeitpunkt der Bereitstellung für den ersten Arbeitsgang und endend mit dem Zeitpunkt des Vollzuges des letzten Arbeitsganges, benötigt, um den vorgeschriebenen Weg über die einzelnen Bearbeitungsstellen zurückzulegen.
EAI
Enterprise Application Integration: Middleware-Lösung, die die Integration von Anwendungen vereinfacht.
ECM
Enterprise-Content-Management-Systeme umfassen die Technologien zur Erfassung, Verwaltung, Speicherung, Bewahrung und Bereitstellung von Content und Dokumenten zur Unterstützung organisatorischer Prozesse im Unternehmen.
EDI
Electronic Data Interchange: Automatisierter Austausch genormter Daten zwischen Geschäftspartnern; Bestandteil des E-Commerce.
Edifact
Electronic Data Interchange For Administration Commerce and Transport: Weltweit gültiger EDI-Standard (ISO 9735) mit Nachrichtentypen für ein branchenübergreifendes Spektrum von Geschäftsvorfällen, etwa zum Austausch von Bestellungen. Nachteil von Edifact: Edifact-Lösungen sind relativ teuer und komplex. Edifact erhält zunehmend Wettbewerb durch XML-basierende Lösungen zum Datenaustausch.
EDM
Engineering Data Management: EDM-Systeme unterstützen die Datenintegration von vorhandenen Bereichslösungen wie CAD, CAM oder PPS im Unternehmen.
Elektronische Archivierung
Elektronische Archivierung steht für die unveränderbare, langzeitige Aufbewahrung elektronischer Information.
ERP
Enterprise Resource Planning: Hier werden unternehmensübergreifende Software-Lösungen zusammengefasst, die zum Optimieren von Geschäftsprozessen eingesetzt werden. Darunter versteht man eine vollständig integrierte Software-Lösung für Fertigung, Finanzen, Logistik, Personal, Vertrieb u.a.
Feinplanung
Prozess zur detaillierten Planung aller Arbeitsschritte für die Auftragsabwicklung in der Fertigung.
Fifo
First In, First Out: Einlagerungsstrategie, bei der die zuerst eingelagerten Produkte das Lager auch zuerst wieder verlassen,
Fortschrittszahlen-Konzept
Dabei werden Bedarf und Verbrauch als Summenkurve über dem Planungshorizont dargestellt. Diese Darstellung ist für Soll- und Ist-Werte geeignet, so dass Rückstand, Vorlauf und die Ein-/Auslaufproblematik einfach und ohne zusätzliche Verfahrensschritte abgewickelt werden können. Das Fortschrittszahlen-Konzept wird meist im JIT-Umfeld genutzt, wenn Zulieferer und Hersteller im ständigen Dialog Soll und Ist der bestellten Produkte vergleichen.
Gantt-Diagramm
Graphische Darstellungen, die durch den Vergleich von Ist und Soll den Arbeitsfortschritt feststellen sollen. Sie werden insbesondere in der Ablaufplanung als Ablaufdiagramme verwendet.
Geschäftsprozess-Optimierung
Aktivitäten zur Verbesserung der Wertschöpfung eines Geschäfts-Prozesses, auch als Business Reengineering bezeichnet.
iCenter
Komplexe, automatisierte Eingangsrechnungsverarbeitung mit Scannen der Belege, Extrahieren des Inhalts, Validieren mit Bestell-/Wareneingangsdaten, Übergabe in den Freigabe-Workflow sowie Buchung und anschließender revisionssicherer Archivierung.
Implementierung
Die Umsetzung einer Planung in die Wirklichkeit (englisch implementation: Ausführung, Durchführung, Erfüllung); in der Regel die Übernahme eines Programms in ein Computersystem. Zur Implementierung gehören Testläufe, Anfangsüberwachung und Benutzerschulung. Die Implementierung ist Bestandteil des gesamten Softwareentwicklungsprozesses.
Integration
Herstellung eines Ganzen, einer Einheit aus Differenziertem. Von Integration spricht man in Hinblick auf Computersysteme z.B. dann, wenn es möglich ist über alle eingesetzten Anwendungsprogramme auf dieselben Daten (Datenbank) zuzugreifen.
Interface
Schnittstelle: physische Eigenschaften der Verbindungsleitungen zwischen zwei Einrichtungen oder zwei Systemen. MMI bezeichnet mit Mensch-Maschine-Interface z.B. die Bedienoberfläche als Schnittstelle zwischen Computer und Mensch.
Internet
Das Internet ist das weltweit größte Computernetzwerk, das aus vielen miteinander verbundenen Netzwerken und einzelnen Ressourcen besteht. Zu den wichtigsten Diensten des Internets gehören die elektronische Post (E-Mail), Informationen (WWW), Dateitransfer (FTP) und Diskussionsforen (Usenet/Newsgroups).
Intranet
Netzwerk für die Informationsverarbeitung innerhalb eines Unternehmens oder einer Organisation.
Java
Java ist eine von Sun entwickelte objektorientierte und damit plattformunabhängige Programmiersprache, da Java-Programme nicht auf Maschinencode, sondern auf einem speziellen Bytecode basieren. Aus den Quelltexten wird durch einen Compiler ein Zwischencode übersetzt, der von einem geeigneten Interpreter auf beliebigen Rechnern abgearbeitet werden kann, dadurch können Java-Programme auf allen Rechnerplattformen laufen, für die ein passendes Interpreterprogramm existiert.
Konfigurationssystem
Expertensystem, welches das Wissen der Konstrukteure enthält. Der Verkäufer kann damit im Verkaufsgespräch eine passende Produktkonfiguration für den Kunden auswählen und sofort ein Angebot abgeben.
MES
Manufacturing Execution System: Fertigungs- und Prozessleitsystem, Bindeglied zwischen SPS oder IPC auf der Fertigungs- und Prozess-Seite sowie ERP-Systemen in der Administration. MES-Lösungen decken die leittechnischen Anforderungen von der Steuerungsebene bis hin zur Produktionsleitebene ab. MES-Lösungen umfassen u.a. Scada-Funktionalitäten sowie MDE- und BDE-Funktionalitäten, um Prozess-, Maschinen- und Betriebsdaten sowohl online als auch offline erfassen, archivieren und auswerten zu können.
NC/CNC
Numerical Control/Computerized Numerical Control: Werkzeugmaschinensteuerung, im Unterschied zur SPS für zeitkritische Abläufe geeignet.
ODBC
Open Database Connectivity. Von Microsoft entwickelte Schnittstelle, mit der Programme und andere Datenbanken auf SQL-Datenbanken zugreifen können.
Odette
Organisation for Data Exchange by Teletransmission in Europe - Protokoll zur Datenübertragung im EDI-Bereich, das vor allem in der Automobil- und –Zulieferindustrie eingesetzt wird.
PDM
Product Data Management: System zur Produktdatenverwaltung. Durch den Einsatz der PDM-Technologie soll erreicht werden, dass alle Beteiligten (etwa Zulieferer und Hersteller) eines kompletten Systems mit den jeweils aktuellen Versionen und Varianten arbeitet.
Produktkonfigurator
Produktkonfiguratoren unterstützen das Variantenmanagement, in dem sie die Gestaltung kundenindividueller Produktvarianten unter Berücksichtigung der technischen Möglichkeiten erlauben.
PPS
Produktionsplanung und –Steuerung: Organisatorischer Teil von ERP, steht heute auch allgemein für betriebswirtschaftliche Standardsoftware.
Scada
Supervisory Control and Data Acquisition: Systeme, die in der Industrie eingesetzt werden, um den Fertigungsablauf zu überwachen. Sie sind in hohem Maße konfigurierbar und normalerweise per SPS mit der Fertigung verknüpft.
Schnittstelle
Unter dem Begriff Schnittstelle, auch Interface genannt, werden alle Verbindungen (Übergangsstellen) zusammengefasst, über die eine DVKomponente mit einer anderen in Kontakt treten kann. Zu diesen Komponenten zählen Hardware und Software und auch der Mensch, der in das Datenverarbeitungsgeschehen einbezogen ist. Je nach der Art, wie die Informationen an der Schnittstelle übergeben werden, spricht man von seriellen und parallelen Schnittstellen.
SCM
Supply-Chain-Management: Abstimmung aller logischen Vorgänge und Funktionen innerhalb der Versorgungskette vom Lieferanten bis zum Verbraucher mit der Zielsetzung, den Kundenservice zu optimieren und gleichzeitig die Kosten zu minimieren. SCM-Systeme verzahnen die gesamte unternehmensinterne und -externe Wertschöpfungskette vom Rohmateriallieferanten bis hin zum Endkunden, indem alle relevanten Daten zwischen den Gliedern der Kette ausgetauscht werden.
Stammdaten
Datenbestand, auf dem Geschäftsprozesse aufbauen und der über einen längeren Zeitraum gültig ist, z.B. Stücklisten.
Stückliste
Die Stückliste enthält die Mengen aller Gruppen, Teile und Rohstoffe, die für die Fertigung einer Einheit des Erzeugnisses oder einer Gruppe erforderlich sind. Außerdem kann sie weitere Stammdaten sowie Strukturdaten der Erzeugnisse, Gruppen und Teile enthalten. Sie dient in erster Linie als Grundlage für die Arbeitsplanerstellung und die Teile- und Rohstoffermittlung.
Time to Market
Der Begriff bezeichnet den Zeitraum von der Entwicklung eines Produktes bis hin zu seiner Marktreife. Die Dauer dieses Zeitraumes wird bei immer kürzer werdenden Markt-, Produkt-, und Technologiezyklen für den Erfolg des Unternehmens immer entscheidender.
VPN
Virtual Private Network: Internet-basierende Plattform für eine geschlossene Benutzergruppe.
Workflow
Computergestützte Automatisierung von Geschäftsprozessen, Vorgängen oder Weiterleitung von elektronischen Dokumenten (daher auch oft als Vorgangsbearbeitung bezeichnet),
XML
Extensible Markup Language: Eine sehr einfach aufgebaute Sprache für das WWW, abgeleitet von der SGML-Sprache. XML soll künftig den schnellen und sicheren Austausch von Informationen mit sehr komplexen Strukturen zwischen völlig unterschiedlichen Systemen, wie etwa ERPApplikationen, im E-Business-Bereich ermöglichen.
Zulieferkette
Abfolge von Lieferungen externer Geschäftspartner über den gesamten Prozess bis zur Auslieferung eines Produktes an den Endverbraucher.



